Tschüss Schlendrian!

Fehlende Strukturen und ungeschickte Führung in der Anwaltskanzlei sind eine Premium-Einladung für den Schlendrian!
Grinsend steht er in der Ecke und freut sich über seine unverhoffte Geltung!
Je mehr er übersehen und überhört wird, desto unerbittlicher fordert er sein Recht.

Sagen Sie „Tschüss“ zum Schlendrian – und lesen Sie hier, wie das geht:
Der Schlendrian

Manche Bewohner des Hauses ergeben sich dem Schlendrian äußerst bereitwillig und

• ersetzten Mitarbeiterführung in der Kanzlei durch gebrüllte Befehle
• vermieden ernst gemeintes Lob
• verwechselten Kritik mit „Nörgeln im Ärgerstatus“
• grüßten nur Richter, Kollegen und ihre eigene Grandiosität
• vermieden Anweisungen aller Art
• transportierten ungebremst und divenhaft privaten Ärger ins Büro
• ließen täglich mehrere Stunden lang nach Akten suchen
• bewarfen ihre „Sekretärinnen“ kurz vor Feierabend mit „dringenden
Fristsachen“
• bewerteten Paragrafenkenntnis höher als Arbeitsatmosphäre
• inszenierten sich in Partnersitzungen als defizitäre Einzelkämpfer
• ließen unwirsche Begrüßungen von Gästen am Empfang zu
• duldeten Unpünktlichkeit, vor allem die eigene
• führten selbst ihre Terminkalender (es gab in der Kanzlei vier
unterschiedliche!!)
• ersetzten effiziente Akquise durch Angeberei und
Verallgemeinerungen
• würzten ihre Mandantenkontakte durch rechtstechnische Ergüsse
• tolerierten nabelfreie T-Shirts und sichtbare Tattoos am
Empfangspersonal
• hörten nicht auf ihre Assistentinnen

Doch erst als dem Haus so langsam die Gäste ausgingen, schritten die Hausherren ein und riefen einen externen Schlendrian-Jäger. „Was können wir – so auf die Schnelle – tun, um die Mandanten wieder an uns zu binden?“ war der verzweifelt klingende Arbeitsauftrag.