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Zeitmanangement für Rechtsanwälte – Rezension zum Buch von Rechtsanwalt Dr. Theurer

„Zeitmanagement für Rechtsanwälte“ von Rechtsanwalt Dr. Jochen Theurer

Direkt zur Rezension im Beck-Shop: Dr. Jochen Theurer: Zeitmanagement für Juristen (2. Auflage, Gabler)

Zeitmanagement in der Anwaltskanzlei beginnt, bevor das Mandat in die kanzlei kommt!

Da isser! Endlich ein Zeitmanagement Ratgeber speziell für Anwälte, der die Zeit Wert ist, ihn zu lesen – und die Investition, ihn umzusetzen!
Endlich also ein Ratgeber,

• dessen Zeitmanagement bereits ansetzt, BEVOR das Mandat in die Kanzlei kommt.
• der nicht das Blaue vom Himmel und das Ende aller Zeitsorgen verspricht, da sein Erfolg allein von konsequenter, täglicher Umsetzung des Einzelnen und seines Teams abhängt.
• der Werte ordnet statt Minuten
• der das eigene Denken (und nicht das Event von Außen) als hauptsächlichen Zeitdieb enttarnt.

Angepasst auf Anwaltsalltag

Der Autor ist selbst Anwalt. Er kennt die Tücken des Anwaltsalltags und beschreibt Strategien, die vor allem durch individuelle Anpassung an diesen Alltag funktionieren werden.
Attraktiv strukturiert, nämlich nach Alltags-Themen, gibt er die Möglichkeit des modulhaften Lesens. Durch Titel wie Titel „Machen Sie das mal schnell fertig“ und „Das Navi durch den Tag“ signalisiert er Alltagstauglichkeit bereits im Inhaltsverzeichnis.

Werte statt Minuten!

Zeitmanagement definiert sich für den Autor durch Werte, nicht durch Minuten: Er fragt also nicht: „Wie lange dauert die Reise?“ sondern „Ist die Reise notwendig?“ Beständig setzt er in seinen Analysen VOR jenem Event an, das angeblich „Zeit vergeudet“ und „gestrafft“ werden muss. Ergebnis: Entscheidungen in der Vorgeschichte des Events schaffen in der Regel das eigentliche Zeitproblem.
Wer seinen Mandanten den Weg in die Sprechstunde einmal ohne Termin erlaubt, wird weitere solcher Ansinnen nur mühsam abwehren können.

Strategie statt Chronologie!

Ein Vertrauensverhältnis zu neuen Mandanten zu erwirtschaften, ist die Basis der Akquise. Im Erstgespräch oder eben auch im Smalltalk gelingt das in manchen Fällen schon beim ersten Satz, in anderen Fällen erst beim ersten Schriftsatz. Egal wie lange: Diese Zeit ist es WERT.
Dagegen wird ein Anwalt, der Rückrufe nicht wie versprochen erledigt, viel teure Zeit vergeuden: leider nicht nur seine, sondern auch die der Assistentin und des Mandanten. Ein kluger Anwalt wird bei jeder Entscheidung fragen: „Dient es meiner Strategie?“

Gleichrangigkeit statt Einsparpotenziale beachten!

Nur gleichrangige Tätigkeiten können gleichrangig abgekürzt werden. Mit anderen Worten: Werthaltiges verdient Zeit ohne Limit, Abzuarbeitendes – außer Fristen – nicht. Wer Akquisegespräche, das Mittagessen mit dem Multiplikator oder das Kritikgespräch mit dem Mitarbeiter „aus Prinzip“ abkürzt, schadet der eigenen Strategie. Wer die Zeit für Aktenbearbeitung, nicht fristgebundene Schriftsätze und Organisation NICHT abkürzt, schadet seiner Strategie ebenfalls.

Glaubenssätze schaffen Zeitnot!

Der Autor weist dankenswerterweise auf den oft unerwähnten Zusammenhang zwischen Zeitnot und eigenem Denken hin: Nicht die Anhäufung von Aufgaben verursacht Zeitnot sondern allein die Gedanken, die die Aufgabenhäufung beim Probleminhaber auslösen.
Wer als Anwalt über Fristsachen denkt, sie könnten bis zum Tag des Ablaufs unbearbeitet bleiben, bringt sein gesamtes Backoffice und sich selbst in größte Zeitnot. Alle müssen alles verschieben, nur weil „noch eine Fristsache dazwischenkommt“.
Und wer denkt, er müsse die „gefühlten Fristen“ mancher Mandanten sklavisch einhalten, bewirkt zusätzlich noch das Gefühl eigener Defensive. Der Glaubenssatz „Der Mandant wandert ab“, wenn ich seine Vorgaben nicht einhalte, zeigt zweierlei:
Ich bin nicht der „Boss im Schloss“, und ich gefährde sogar mein Image, denn ich weigere mich aus Angst, mit dem Mandanten beidseitige Verhaltensweisen verbindlich abzusprechen.

Kritik:

NLP-lastiges Vokabular führt gelegentlich zu einem eher betulichen Ton. Begriffe wie „Pendeln“, „Metarahmen“ sowie unnötige Fach-Anglizismen wie „sleight of mouth“ oder „Brainkinetik“ verursachen evtl. Aversionen. Lesen Sie drüber weg.
Der Gedanke, dass Zeit immer subjektiv ist und daher Zeitnot nur in ungeliebten Rollen überhaupt entsteht, fehlt m.E. Dass effizientes Zeitmanagement immer VOR der Mandatsannahme beginnt, kommt mir nicht deutlich genug heraus.

Fazit:

Insgesamt ein ermutigendes Buch mit dem Leitgedanken: Allein ich steuere meine Zeit, ob ich das bewusst tue oder nicht. Also kann allein ich es auch ändern.
Viele konkrete Beispiele aus Kanzleien jeder Größe. Viele Dialogbeispiele mit einem Coach. Viele Übungen zum Alleinarbeiten. Weit gefasster Begriff von Zeitmanagement; Einwandbehandlung, Konzentrationstraining und Gehirnphysiologie gehören dazu.

Johanna Busmann, Hamburg,
Autorin von „Chefsache Mandantenakquisition“ (De Gruyter)
www.busmann-training.de

Anwalt + Marketing + Strategie: Legal Tech und Online Akquise in Kanzleien

Legal Tech verändert alles: Kanzleistrategie, Marktkenntnis und Kommunikation

Johanna Busmann im Interview mit Beck-online

Erfolgreiche Mandantenakquise basierte immer schon auf Kanzleistrategie, Marktkenntnis, auf einem gemeinsam beschlossenen und verfolgten Ziel sowie auf einer über jeden Zweifel erhabene Mandantenzentrierung in der Kommunikation.
Durch Legal Tech und die Dominanz von Online-Strategien verschärft sich die Notwendigkeit von Spezialisierung, Digitalisierung und Flexibilität.
Noch in dieser Dekade werden Marktpositionen, Strategien und Auftritte von Kanzleien jeder Größe nachhaltig verändert werden müssen.

Was sind die Folgen?

Elektronische Datenverwertung macht Kanzleien jeder Größe Konkurrenz. In Low-End Mandaten kommen Mandanten gar nicht mehr in die Kanzlei und wenden sich gleich an eins der etwa 30 Start-Ups, die derzeit den deutschen Rechtsmarkt spürbar beeinflussen.
In High-End-Mandanten gehen standardisierbare Teile dieser Mandate ebenfalls an spezialisierte Dienstleister, die in Blitzgeschwindigkeit komplexe Berechnungen – z.B. bei immobilienrechtlichen Due Diligences – durchführen.
Durch Legal Tech boomt derzeit der Markt der Festpreis-Rechtsberatungsangebote, die sofort über ein Portal (Anwalt.de, 123Recht.com etc.) bezahlt werden. Dadurch wiederum sind Außendarstellung, Honorarinformation und Teile des Cross Selling empfindlich verändert.

Besondere Hindernisse

Legal Tech trifft in Deutschland auf Anwälte, die unternehmerisches Denken nicht gelernt haben, obwohl sie faktisch Unternehmer sind.
Das führt derzeit zu drei Basisreaktionen:

– Verdrängung („Uns betrifft das derzeit …noch…nicht“),
– Nutzung „(Wir nutzen offensiv die Vorteile für unsere Mandanten“) und
– Opferstatus („Wir laufen nun wirklich nicht jeder Neuerung hinterher“).

„Chefsache Mandantenakquisition“: brandaktuell. Jetzt vorbestellen

Akquise von Mandanten ist machbar, lernbar, planbar! Lassen Sie sich faszinieren!

Es ist so weit! Die Zweite Auflage wird beim gleichnamigen Akquisekongress in Hamburg vom 12. – 14. Januar 2017 vorgestellt! „Chefsache Mandantenakquisition“ (2. Auflage, De Gruyter 2017, 760 Seiten, 79,95 Euro):

Jetzt vorbestellen!

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Fünf Gute Gründe, dieses Buch nicht nur zu kaufen!

1. Neue Herausforderungen am Anwaltsmarkt
Legal Tech und Online-Strategien werden noch in dieser Dekade Marktpositionen, Strategien und Auftritte von Kanzleien jeder Größe nachhaltig verändern und verändern müssen. Der Fokus der zweiten Auflage liegt auf diesen Themen.

2. Der Anwalt als Unternehmer
Rechtsanwälte in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben Akquise, Strategieentwicklung und unternehmerisches Denken nicht gelernt, obwohl sie faktisch Unternehmer sind. Das Buch bietet tiefe Einblicke in Kanzleiführung und -organisation, sofern für die Akquise relevant.

3. ABC moderner Kanzleiakquise
Das Buch enthält konkrete Handlungsanweisungen von A wie „Assistentin“ über O wie „Online-Akquise“ bis Z wie „Zielführung“ fü̈r Anwälte in allen Kanzleigrößen, die Kanzleistrategie, Akquise und einzelne Auftritte optimieren möchten.

4. Erfahrungsberichte von Anwälten
40 detailreiche Erfahrungsberichte von namentlich genannten Anwälten aus allen Kanzleigrößen runden die Tipps ab.

5. Gastbeiträge
Zwei Gastbeiträge von Prof. Dr. Leo Staub (Interview zu „Legal Tech“) und Felix Beilharz („Akquise durch Social Media“) beschreiben reelle Marktchancen.

„Legal Tech“ verändert Anwaltsmarkt und Kanzleikulturen

Der Anwaltsmarkt und seine Akquise-Kulturen werden sich noch in dieser Dekade durch Legal Tech entscheidend verändern.
Diese Entwicklung wird vor keiner Kanzlei Halt machen und findet unabhängig davon statt, ob Anwälte ihr folgen wollen oder nicht.
www.akquise-lern-kongress.de

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Kanzlei und Anwalt: Akquise und Marketing 2020

Drei Thesen zur Anwaltsakquise 2020

Zur vollständigen Leseprobe: Alle 26 Kapitel auf einen Blick!

1. Noch in dieser Dekade werden sich im Anwaltsmarkt Kanzleistrategien, Akquisekulturen und komplette Kanzleikulturen vollkommen verändern – und verändern müssen.
2. Kanzleiwebseiten verkünden dem unbekannten Sucher weithin sichtbar eine eindeutige Spezialisierung und eine schlüssige Kompetenzpräsentation, das alles in Mandantensprache und unter direkter Mandantenbeteiligung.
3. Kommunikation bleibt der wichtigste Erfolgsfaktor in der Akquise.

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Ist Ihre Webseite akquisestark?

Kanzleiwebseiten sind zentral für manche Formen der Akquise. Inhaltsstarke und oft veränderte Webseiten werden dominant durch Suchmaschinen gefunden. Anwälte und Suchmaschinen lieben „Inhalte“; sie sind ein richtig cooles Paar und verstehen sich auf Anhieb!

Das „Marketing über den Inhalt“ gilt Anwälten als „ehrliche“ Methode, Mandanten zu begeistern. Keine Tricks und kein doppelter Boden; wer was kann und dieses Können auch geschickt zeigt, wird gewählt – und weiterempfohlen!
Inhalte werden erfolgreich transportiert durch Newsletter, Aufsätze in Fachzeitschriften, kurze Kolumnen in Lokalzeitungen, Vorträge bei den passenden Vortragsveranstaltern oder beim Mandanten selbst, informative Blogs nach wichtigen Urteilen, Präsenz in den sozialen Medien – und vor allem durch die Webseite.

weiter zum Aufsatz: Ist Ihre Kanzleiwebseite akquisestark?

Akquisetraining für Anwälte (BINZ, 3. – 6. Dezember 2015)

Anwaltliche Akquise ist ja nicht einfach, für viele Kanzleien überlebenswichtig und zu 100 % lernbar!
20 Anwälte trainieren auch in diesem Jahr wieder gemeinsam, ehemalige Mandanten zurück zu holen, derzeitige Mandate auszuweiten und neue Mandanten zu gewinnen:
http://busmann-training.de/wp-content/uploads/2014/04/Programm.Akquise.2015.pdf

Ich würde mich freuen, Sie in Binz zu sehen!

Herzliche Grüße aus Hamburg,
Ihre Johanna Busmann

(Anwaltstraining seit 25 Jahren)

Kanzleiorganisation oder Schlendrian? Ihre Entscheidung hat Folgen!

Tschüss Schlendrian!

Fehlende Strukturen und ungeschickte Führung in der Anwaltskanzlei sind eine Premium-Einladung für den Schlendrian!
Grinsend steht er in der Ecke und freut sich über seine unverhoffte Geltung!
Je mehr er übersehen und überhört wird, desto unerbittlicher fordert er sein Recht.

Sagen Sie „Tschüss“ zum Schlendrian – und lesen Sie hier, wie das geht:
Der Schlendrian

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Zeugenvernehmungen – Seminar im Mai 2015

„Gut befragt ist halb gewonnen®“ – Optimieren Sie Ihre Zeugenvernehmungen!
Starnberg, 8. und 9. Mai 2015
Programm

14 typisch anwaltliche Verhandlungsfehler

„Drauf los rattern kann tödlich sein“

Anwälte verhandeln täglich und stündlich mit Mandanten, Richtern, Kollegen, Mitarbeitern und zwischendurch auch immer wieder mit dem eigenen inneren Schweinehund!
Sie reden dabei viel zu viel, empfinden Einwände als Attacken, postulieren eigene Positionen statt die Interessen der Gegner zu erfragen – und sind auch sonst froh über so manchen Tipp!

ADVOICE 12 / 2014 druckt ein Interview mit mehr als 14 Tipps für Anwälte.
Im November 2015 ist in Köln Ihr diesjähriges Verhandlungstraining.

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