Welle

1. S.T.A.R.K. – Das Anwältinnenseminar (8. – 11. September 2016 in Binz / Rügen)

„Anwältinnen lernen nichts anderes; sie lernen anders“.
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20 Anwältinnen lernen, lachen und verbessern sich zusammen vom 9. – 11. September 2016 in Binz / Rügen. Sie lernen, wie sie

  • S trategisch akquirieren
  • T aktisch verhandeln
  • A ngemessen kommunizieren
  • R essourcen schonend führen
  • K lar präsentieren

Hier geht es direkt zum Aufsatz KlugeMaedchen

2. Anwältinnenseminare seit 1999 (Entstehungsgeschichte)

Eine Anwältin, langjährige Kundin und ?Spezialistin im Immobilien-Recht löste durch ihre kleine Anfrage an mich eine ganz große ?Welle aus: Sie hatte eine Lerngruppe aus Anwältinnen gegründet und bat mich Ende 1999, doch einmal ein Seminar „nur für uns Anwältinnen“ zu machen.
Zunächst dachte ich: Ich traue meinen Ohren nicht! Wozu brauchen erfolgreiche Geschäftsfrauen, die seit ewigen Zeiten mit Männern erfolgreich kooperieren und siegreich konkurrieren, eine solche Spaltung der Geschlechter?
Keine von ihnen begab sich jemals in den Opferstatus, zog lila Latzhosen an oder verhielt sich wie ein Piepsmäuschen, die vor männlichen Mitbewerbern kuschen müssten. Diese Anwältin gründete kurzerhand eine Anwältinnen-Lerngruppe, die sich regelmäßig mit mir traf, um zu lernen.

Das Seminar „Kluge Mädchen kommen überall hin“ entsteht

Die Lerngruppe wurde schnell größer und motivierte mich, das Anwältinnenseminar „Kluge Mädchen kommen überall hin“ (Kluge Maedchen. Programmerstmals im Jahr 2000 in Hannover öffentlich an den Markt zu bringen.

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Es schlug – anfangs zu meiner eigenen Überraschung – ein wie eine Bombe, und ich wandte mich daher im Frühjahr 2003 an Svenja Spranger, damals Geschäftsführerin des Hamburger Anwaltvereins, um dieses Feld nun zu vergrößern.

3. Der Erste Deutsche Anwältinnen-Lern-Kongress „KKK – Karriere, Kohle, Kompetenz®“

Frau Spranger war sofort überzeugt von meiner Idee eines Lern-Kongresses für Anwältinnen. Sie interviewte mich über diese neue Lernform und über meine Sicht auf Chancen und Herausforderungen für Anwältinnen (Interview.HAV).
Von da an dauerte es noch sieben arbeitsreiche Monate bis zum Ersten Deutschen Lernkongress für Anwältinnen „KKK – Karriere, Kohle, Kompetenz“ (Titel damals noch ohne Markenschutz) in der Bucerius Law School, Hamburg, vom 5. und 6. Dezember 2003 (KKK.Programm.Hamburg)

Der Anwältinnen-Kongress „KKK – Karriere, Kohle, Kompetenz®“ on Tour

Vier Lern-Kongresse für Anwältinnen (+ einer für Architektinnen) fanden schon statt; weitere werden folgen. Der Titel „KKK – Karriere, Kohle, Kompetenz®“ ist seit 14 Jahren durch mich markenrechtlich geschützt.
Alle Kongresse hatten unterschiedliche Schwerpunkte:

Wie ist der Lernbedarf von Anwältinnen?

Durch mein Interview „Mit Kind und Robe“ (Mit Kind und Robe) mit Gerlinde Fischedick, Hauptgeschäftsführerin der RAK Celle, systematisierten wir unseren Ansatz, und durch Frau Spranger’s eigene Erfahrungen als selbständige Anwältin sowie durch einen von mir entwickelten Fragebogen stellten wir zunächst den konkreten Lernbedarf von Anwältinnen in Deutschland fest: KKK.Fragebogen.
Durch dessen Auswertung (Auswertung.Fragebogen) bereicherten wir Skript und Aufbau. In meinem Artikel „Mit Schönfelder, Charme und Stundensatz“ (Mit Schönfelder) fasste ich sechs Monate vor dem Kongress die damaligen Herausforderungen für Anwältinnen zusammen.

Vorbereitende Interviews

Frau Spranger gab dem Anwaltsblatt aus ihrer langen Erfahrung als selbständiger Anwältin einen Monat vor dem Kongress strukturelle Erkenntnisse bekannt über die Frage, ob Anwälte und Anwältinnen überhaupt ein „Traumpaar“ sein können: Traumpaar?

Der DAV schaltet sich ein

Durch die schnell steigenden Kongress-Anmeldezahlen hatte der DAV im Spätsommer 2003 (exakt bei der Teilnehmerinnenzahl von 85) das Thema „Anwältinnen“ als Thema der Zukunft erkannt, zu seinem Thema gemacht und Organisation und Finanzierung des Kongresses zusammen mit dem HAV übernommen.

Die Referent/-innen

Die erste Trägerin eines deutschen Fachanwaltstitels für Strafrecht in Deutschland, Frau Rechtsanwältin Annette Marberth-Kubicki, Kiel, war neben Frau Spranger und mir als Co-Referentin gewonnen worden; ihre Mitarbeiter recherchierten Zahlen zur Situation von Anwältinnen in Deutschland: Zahlen2003.Anwaeltinnen.
Zusammen mit weiteren statistischen Erhebungen durch SOLDAN, präsentiert von Prof. Dr. Christoph Hommerich, wurde aus einer „Wohnzimmeridee“ in Hamburg Othmarschen eine „Welle“, die bis heute die Anwaltschaft maßgeblich beeinflusst.

Der erste Kongress „KKK – Karriere, Kohle, Kompetenz®“ in Hamburg

136 Anwältinnen aus ganz Deutschland (30 aus Platzgründen auf der Warteliste) trafen sich in der Bucerius Law School in Hamburg zu einem ungewöhnlichen, minutiös didaktisierten ?Lern-Event. Spannung, Konzentration und Erwartungen waren hoch – und blieben es auch.

Anwaeltin

Die Teilnehmerinnen reden noch heute darüber – und das natürlich nicht nur wegen der direkt aus dem Kongress folgenden Einrichtung eines Arbeitskreises Anwältinnen im DAV (Vorläuferin der heutigen ARGE Anwältinnen) – sondern vor allem wegen der erstmaligen großflächigen Beweisführung: Alles ist lernbar, sobald die Anwältin es lernen will.

Der Kongress „KKK – Karriere, Kohle, Kompetenz®“ (lockere Methodik)

Der Kongress war ein höchst lebendiges, witziges und pragmatisch am Arbeitsalltag der Teilnehmerinnen ausgerichtetes Feuerwerk an Ideen, Übungen, Abwechslung, Action und Methodik
Referenten, Themen und Methoden wechselten häufig, Rockmusik beschallte in den Pausen den Campus, und laute Zwischenrufe beschleunigten das Lernen. Allein die Idee, verschiedenfarbige Schoko-Nikoläuse am Eingang als „Eintrittskarte“ und später für Gruppeneinteilung zu verwenden, erntete Lacher, sorgte für blitzschnelles Arbeiten – und für Lust auf sehr viel mehr!
In Dreiergruppen übten die Teilnehmerinnen ihre Durchsetzung gegen schlecht gelaunte Gegner: Sie attackierten sich nacheinander lautstark im Plenum, und die jeweils Angegriffenen riefen den Angreifern frisch gelernte Neutralisierungsfragen zu, die dem bösesten Angriff locker den Wind aus den Segeln nahmen.
In ruhigeren Lernmomenten erlebten sie auf der Bühne ein dem Anwaltsalltag nachempfundenes Zielfindungsgespräch einer Anwältin (Frau Spranger) mit ihrem Coach (ich). Dessen Motto war: „Erst hat sie die Wahl gequält, dann hat sie die Qual gewählt“ (Aufsatz dazu:Wahl).
Denn Anwältinnen folgen häufig nicht ihrer Passion sondern den Einflüsterungen irrelevanter Mächte wie Mama, Papa, der Konjunktur, dem bösen Mitbewerb oder dem inneren Schweinehund. Dadurch gefährden sie ihre Selbstachtung und eigene Erfolge. Ergebnis des Rollenspiels auf der Bühne: Erfolg stellt sich nur ein, wenn die Anwältin ihrer Persönlichkeit und ihren Werten treu bleibt und ihre Ziele im Detail definiert.

Berichte über den Ersten Kongress:

Das Deutsche Anwaltsblatt berichtet:KKK.DeutschesAnwaltsblatt
Das Berliner Anwaltsblatt berichtet:KKK.BerlinerAnwaltsBlatt

4. Geschichte der ARGE Anwältinnen im DAV

Die Geschichte von „KKK – Karriere, Kohle, Kompetenz®“ – dem Lernkongress für Anwältinnen, ist eng verknüpft mit der Geschichte der ARGE Anwältinnen, deren Gründung während des Kongresses gefordert und sechs Monate später beim folgenden Anwaltstag im Mai 2004 beschlossen und begossen wurde.
Der Fragebogen der kurz nach dem Kongress gegründeten Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen an 11000 Anwältinnen erfragte weit mehr Bereiche: Seine Auswertung zeichnete ein noch viel deutlicheres Bild:
(KKK.Auswertung.DAV)

Mein Fazit:

Organisierte Anwältinnen sind von einem folgenlos-appellativen Opferstatus weit entfernt. Sie reagieren inzwischen äußerst professionell auf die Doppelbelastung aus Beruf und Familie, wie eine Broschüre der ARGE Anwältinnen zu diesem Thema meiner Meinung nach eindrucksvoll beweist.

Ihre Anfrage: